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Streitest du noch oder liebst du schon? Warum Versöhnungssex so reizvoll ist. – Rahlstedter Leben

Streitest du noch oder liebst du schon? Warum Versöhnungssex so reizvoll ist.

Eben war die Welt noch in Ordnung. Doch plötzlich bricht es aus ihr heraus. Sie kann es nicht mehr länger zurückhalten. Hat es schon viel zu lange ausgehalten. Ihr platzt der Kragen und anstatt einzulenken, bricht sie einen Streit vom Zaun. Sie ist verletzt. Fühlt sich missverstanden. Schreit. Brüllt. Wird zu einem Tier. Er versteht gar nichts mehr und versucht den Wortschwall zu ignorieren. Für eine Weile bleibt er ruhig. Doch mit der Zeit ist es nicht mehr zu ertragen. Er schlägt zurück. Kann die ganzen Vorhaltungen nicht auf sich sitzen lassen. Argumente, Vorwürfe, Gegenargumente. Rechtfertigungen und noch mehr Vorwürfe. Manchmal geht das Stundenlang. Oft ist das ganz schön kräfte-zerrend und verletzend. Doch es passiert immer wieder und viele Menschen berichten, dass der Sex danach viel besser wäre. Warum ist das so? Weil der Mensch sich spürt. Im Streit. Im Drama. In der Rage.

Wenn der Puls erst mal auf 180 ist, spüren wir uns endlich einmal wieder. Denn bei den meisten Menschen sind im schnöden Alltag überschwängliche Gefühlsausbrüche immer noch sehr selten. Doch einer richtiger Streit hat häufig die ganze Palette der Gefüh-le zu bieten. Wut, Trauer, Scham, Schuld. Oft schreien wir aus Hilflosigkeit. Damit öffnen wir unseren Körper. Unsere Kanäle. Und je heftiger der Streit, desto schöner der Sex. Weil wir uns selbst fühlen. Weil wir vom Kopf in den Körper kommen. Häufig ohne es zu bemerken. Unbewusst wird der Streit zum Vorspiel.

Und was folgt, ist für viele der Himmel auf Erden. Entweder ist der Sex so wild und hemmungslos wie selten. Weil wir längst die Beherrschung verloren haben und uns einfach hingeben. Unkontrolliert. Aus uns herausgehen. Loslassen und uns weiter von den heftigen Emotionen treiben lassen. Oder der Sex ist besonders liebevoll und verbindend. Weil beide sich nach Frieden sehnen. Gehalten werden wollen und endlich die Nähe einfordern, nach der sie sich schon so lange sehnen. Weil ihr Herz vielleicht endlich frei ist und sie sich im Streit von Schmerz und Trauer befreit haben. Je nach Paar, je nach Situation, je nach Vorliebe ist das ganz unterschiedlich.

Doch was, wenn wir das alles nicht bräuchten? Was wenn wir im Alltag so bewusst wären, dass wir ständig mit unseren Gefühlen verbunden wären. Sie wahrnehmen würden. Uns wahrnehmen würden. In jedem Moment.

Was wenn wir unsere Gefühle in dem Moment fließen lassen könnten, wenn sie da sind? Was wenn wir uns zeigen. Uns selbst fühlen. Im Gefühl bleiben. Und keinen Streit mehr dafür bräuchten? Was wenn wir in der Liebe bleiben könnten? Und aus dem Gefühl der Liebe heraus, wild sein könnten. Hemmungslos. Unkontrolliert. Voller Hingabe. Wenn wir die Intensität des Versöhnungssexes kreieren könnten, ohne uns vorher verletzen zu müssen. Ohne so viel Lebenszeit und Lebensenergie zu verschwenden, ohne Opfer und/oder Täter sein zu müssen, ohne Machtspiele spiele zu müssen, ohne Drama, Geschrei oder Kampf.

Was wenn wir so frei wären und gleich spielen könnten? Lebendig, lustvoll, kreativ, liebevoll, verbindenden Sex haben könnten? Weil wir innerlich frei sind, weil wir bewusst sind und unsere Gefühle steuern können und unsere Lebendigkeit leben, weil wir mitbekommen welche Muster zwischen uns ablaufen, weil wir lieber selbst bestimmen, wann wir verbindenden, lustvollen, verrückten Sex haben, weil wir kreieren können was uns gefällt, anstatt unbewussten Programmen zu folgen und uns gegenseitig zu verletzen, weil wir keinen Streit mehr brauchen, um Intensität zu erleben.

Herzlichst,

Haben Sie Fragen oder Wünsche Rund um das Thema Sexualität?
Dann schreiben Sie mir.
Ich gehe in der nächsten Ausgabe sehr gerne auf Ihre Themen ein.

 

Jasmin Bühler